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Geschichte des Schwanensaals

Das Landheim Brüttisellen und sein „Schwanen-Saal"

Der „Schwanen“-Saal im Landheim Brüttisellen wurde im Jahr 2002 umfassend erneuert.

Markante, grossflächige Fensterfronten prägen das Erscheinungsbild des „Schwanen“-Saals

Der „Schwanen“ – einst vornehmes Palais
Seinen Ursprung hat das heutige Landheim Brüttisellen in einer Gaststätte namens „Schwanen“. Dieses vornehme „Palais“ wurde Mitte des 19. Jahrhunderts, im Jahr 1845, an der eben fertig gestellten Strasse, die – als neue, wichtige Verkehrsader - von Zürich nach Winterthur führte, erbaut. Der „Schwanen“ avancierte bereits damals zu einem eigentlichen architektonischen Bijou, welches vorerst von Fahrgästen in Postkutschen Bewunderung erhielt. Am neuen Gasthof mit seinem betont städtischen Charakter fielen insbesondere die grossen Fenster auf, die mit reichem figürlichen und ornamentalen Reliefschmuck verziert waren.
Das prächtige, äusserst markante Gebäude ist bezüglich der baulichen Stilrichtung zwischen den strengen Formen des Spätklassizismus und den gelösteren der Neurenaissance einzuordnen. Als eigentlicher Baumeister fungierte dabei der Zürcher Architekt Wilhelm Waser.

Von der Gaststätte zum Jugendlichen-Heim
15 Jahre später, 1860, verloren die kleinen Ansiedlungen Baltenswil, Brüttisellen und Tagelswangen wieder an Bedeutung, nachdem die neue Eisenbahnlinie von Zürich nach Romanshorn eingeweiht worden war. Nach einem nur kurz andauernden Aufschwung hielt in dieser Gegend also wieder die ungestörte Ruhe der bäuerlichen Welt Einzug.
Dass der „Schwanen“ aber weiterhin eine nicht unbedeutende Rolle würde spielen können, war dem Engagement des jungen Industriellen Caspar Appenzeller zuzuschreiben. Er war es, der sich zum Kauf dieses Gebäudes entschloss, um seine auf Fürsorge basierende Tätigkeit weiterzuführen und neben der bereits 1857 eingerichteten Mädchenanstalt Wangen eine vergleichbare Institution auch für junge Männer zu schaffen. 1874 entstand so das heutige Landheim Brüttisellen als Knabenanstalt „Zur Heimat“.

Das Landheim – erste halboffene Institution
Bis zu seinem Tod im Jahr 1901 führte und finanzierte Gründer Caspar Appenzeller - zusammen mit seiner Familie - das Landheim als Institution, die sich für eine zweckmässige Ausbildung von Jugendlichen in Problemsituationen stark machte. Für die Weiterführung des Gedankenguts waren nach dem Ableben des Gründers bis ins Jahr 1930 seine Nachkommen zuständig. Dann, nach über 50 Jahren, wurde das Landheim in eine öffentliche Stiftung des Kantons Zürich übergeführt; in diesem Gremium haben auch heute noch Nachfahren Caspar Appenzellers Einsitz. Fortan oblag das Gedeihen dieser Ausbildungsstätte also dieser nach dem Gründer benannten Trägerin des Heims, der Caspar-Appenzeller-Stiftung.
Das Landheim Brüttisellen zeigte sich auch in der Folge als innovative und fortschrittliche Institution. 1945 entstand das erste halboffene Heim. Es war ein bedeutender Eckpfeiler in der Erziehungsphilosophie des Landheims, möglichst viele der Jugendlichen extern eine Ausbildung absolvieren zu lassen.

Auch heute noch werden im Landheim Jugendliche auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben begleitet. In der Geschichte des Landheims dürften bisher rund 2500 junge Männer einen Teil ihrer Ausbildungszeit verbracht haben. Viele der einst von Caspar Appenzeller eingebrachten Erziehungsgrundsätze sind auch im aktuellen Heimalltag allgegenwärtig. Sollte es nicht möglich sein, einzelne Jugendliche extern eine Ausbildung besuchen zu lassen, bieten die heiminternen Betriebe gute Alternativen für einen Ausbildungsplatz.

Das Landheim – etwas „in die Jahre“ gekommen
Der bauliche Glanz am Landheim bröckelte im Lauf der Jahrzehnte naturgemäss, und der Zahn der Zeit hinterliess seine Spuren. Bereits 1930 wurden verschiedene Erneuerungsarbeiten ausgeführt, und 1931 wurde die Gärtnerei geschaffen.
Der Brand im Winter 1942/43 bot sodann Gelegenheit, um im Rahmen des Wiederaufbaus einige strukturelle Änderungen in die Wege zu leiten. In den Jahren 1950 bis 1954 wurde das Hauptgebäude umfangreich erneuert.
Dank der Unterstützung der Denkmalpflege konnte in den Jahren 1966 bis 1971 auch die Fassade renoviert werden. Im Jahr 2002 stand dann die aufwändige Erneuerung des „Schwanen“-Saals an.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Anfragen für die Saalvermietung

Anfragen betreffend Saalmiete richten Sie bitte an Frau Beatrice Stöckle,
Tel. 044 838 45 45 oder an

infolandheimch.

Besten Dank.