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Taxreglement und Nebenkostenregelung 2017

 Taxreglement 2017

Tarife
Der Tarif wird durch die Bildungsdirektion des Kantons Zürich festgelegt und monatlich für 30 Tage, 360 Tage pro Jahr erhoben:
 

                                                        

Kanton  
Zürich   

Ausserkantonal*
Nettotageskosten

                                           IV-Tarif**  
Bruttotageskosten
          
Wohnen mit interner Berufsfindung/Ausbildung     Fr.   325.00       Fr. 592.00 Fr. 719.00
./. IV-Beitrag Fr. 450.00

Wohnen ohne interne
Ausbildung/Beschäftigung
    Fr.   245.00       Fr. 250.00 Fr.  250.00
./. IV-Beitrag im Einzelfall

Tagesaufenthalter mit
interner Ausbildung/Beschäftigung
    Fr.   260.00      Fr. 655.00 Fr. 655.00
./. IV-Beitrag Fr. 290.00

Nachbetreuung/Teilbetreuung
    Fr.   185.00      Fr. 203.00 Fr. 203.00

 

*Ausserkantonale Nettokostentarife
Dieser Tarif beruht auf einer Vollkostenkalkulation; es gilt das Restdefizitprinzip; nach Abschluss des Rechnungsjahres wird nachkalkuliert und der Saldo IVSE-konform in Rechnung gestellt oder zurückvergütet.
**IV-Tarif (Bruttokostentarife) für Erstmalige berufliche Eingliederung
Für Jugendliche, welche durch die IV (mit)finanziert werden, gilt die IV-Tarifvereinbarung des Landheims mit der SVA Zürich. Die IV trägt nur die behinderungsbedingten Mehrkosten der Platzierung; der IV-Beitrag ist daher nicht kostendeckend und die Differenz geht zu Lasten der zuweisenden Behörde. Jeweils im Folgejahr werden die effektiven Vollkosten (ohne Subventionen) errechnet und der nicht gedeckte Teil nachverrechnet (Restdefizitverrechnung).

Generell gilt:

  • Nach einem definitiven Eintrittsentscheid wird die Taxe bei verspätetem Eintritt ab dem vereinbarten Eintrittstag erhoben; bei Nichterscheinen des Jugendlichen wird die Taxe ab vereinbartem Eintrittstag für vierzehn Kalendertage erhoben.
  • Die Platzierung läuft ohne Kündigung ab mit Abschluss der Ausbildung, mit Erreichung der beim Eintritt vereinbarten Aufenthaltsdauer oder mit Erreichung des mindestens einen Monat im Voraus vereinbarten vorzeitigen Austrittsdatums. In allen andern Fällen (z.B. Entweichung, Entlassung durch das Landheim infolge massiver Verstösse gegen die Heimregeln etc.) ist die volle Taxe ab Austrittstag (Zimmerräumung) für vierzehn weitere Kalendertage geschuldet.
  • Erscheint ein Jugendlicher nach Absolvierung der Lehrabschlussprüfung nicht mehr im Landheim, wird die volle Taxe bis zum Ende des Lehrvertrages weiterverrechnet.
  • Die Kosten für Zwischenplatzierungen in Form eines offenen Time-outs trägt das Landheim, sofern dieses durch das Landheim veranlasst wurde; der übliche Tagestarif wird weiterverrechnet.
  • IV-Tarife sind Monatspauschalen und werden bei vorzeitigem Abbruch der Ausbildung bis zum Ende des laufenden Monats verrechnet.
  • Ferien- oder andere Abwesenheiten werden voll verrechnet.
  • Die Platzierungskosten werden der platzierenden Stelle in Rechnung gestellt; für direkt zahlbare Elternbeiträge haftet diese subsidiär.


Mit der Platzierung des Jugendlichen im Landheim anerkennt die zuweisende Behörde das Taxreglement und die untenstehend beschriebene Nebenkostenregelung.


 

Nebenkostenregelung 2017
  1. Persönliche Ausgaben zahlt der Jugendliche selber aus der Arbeitsentschädigung
    Das Landheim richtet gemäss internen Richtlinien allen Jugendlichen eine Arbeitsentschädigung zur Deckung der persönlichen Auslagen aus. Die persönlichen Auslagen decken das Taschen- und Freizeitgeld, die üblichen Kleiderkosten, Toilettenartikel, Coiffeur-, Telefon- und Ferienausgaben. Allfällige Entschädigungszahlungen eines durch das Landheim vermittelten externen Arbeitgebers gehören dem Landheim.
     
  2. Die üblichen Nebenkosten sind inbegriffen
    Mit Ausnahme der nachstehenden separaten Nebenkosten sind alle übrigen Kosten im Tarif inbegriffen, insbesondere auch die Kosten für die regelmässig erhobenen Urinproben, externe administrative Aufwendung, Schulmaterial, überbetriebliche Ausbildungskurse, Verpflegung bei externer Beschäftigung etc..
     
  3. Kleider bei Eintritt
    Der Jugendliche muss genügend und im üblichen Masse Kleider und Schuhe mitbringen. Dazu gehören auch Sportkleider und zwei Paar separate Turnschuhe für den Hallensport und für draussen (siehe  Wäscheliste). Fehlen die nötigen Kleiderstücke, werden sie den Eltern oder der zuweisenden Behörde in Rechnung gestellt.
     
  4. Separate Nebenkosten
    Nicht inbegriffen und automatisch in Rechnung gestellt werden lediglich:
    • Einmaliges Startgeld von Fr. 500.00 für den Probemonat.
    • Eine Nebenkostenpauschale von Fr. 200.00 pro Monat als Anteil an die öV-Kosten (inkl. Halbtax oder Gleis 7 wenn nötig) für die Fahrt in die Berufsschule und die Heimreise am Wochenende, für Freizeitkurse, Lager, Austrittsprämie, Haftungsschäden  oder andere persönliche Auslagen. Es wird keine Detailrechnung geführt.
    Die gleiche Regelung gilt auch für Tagesaufenthalter.
      
  5. Ausbildungskosten bei Lehrbeginn
    Die Kosten für persönliches Werkzeug und persönliche Arbeitskleider betragen je nach Beruf zwischen ca. Fr. 650.00 und Fr. 1'400.00 und gehen zu Lasten der zuweisenden Behörde. Diese einmalig bei Ausbildungsbeginn anfallenden Kosten werden schriftlich und detailliert zusammengestellt und dann in Rechnung gestellt.  
     
  6. Krankenkassenpflichtige Leistungen mit Selbstbehalt
    Die psychiatrische Eintrittsuntersuchung und allfällige Therapiekosten, aber auch übliche Arztbesuche während des Aufenthaltes, werden der Krankenkasse des Jugendlichen verrechnet. Der Selbstbehalt geht zu Lasten der Eltern. Es ist Sache der zuweisenden Stelle, die Eltern vor dem Eintritt entsprechend zu informieren.
     
  7. Zusatzkosten nur nach vorgängiger Kostengutsprache
    Für spezielle Zusatzkosten wird der zuweisenden Stelle vorgängig ein schriftliches Gesuch gestellt, z.B. für fehlende Kleidergrundausstattung beim Eintritt, Kosten für Brille, Velo, Sportgeräte etc., Zahnbehandlungskosten (ausser in Notfällen), spezielle Therapien, Abklärungen oder Nachhilfestunden.
     
  8. Nebenkosten bei IV-Jugendlichen
    Für IV-Jugendliche gilt die Regelung gemäss Ziffer 4, auch wenn die IV einen Teil der Fahrkosten übernimmt. Bezieht der IV-Jugendliche ab dem 18. Lebensjahr ein kleines Taggeld, wird die Lohnzahlung des Landheims eingestellt und der Jugendliche bezahlt seine persönlichen Ausgaben daraus. Ergibt sich ein Überschuss, entscheidet die Behörde über dessen Verwendung.


Mit der Platzierung des Jugendlichen im Landheim anerkennt die zuweisende Behörde das obenstehende Taxreglement und diese Nebenkostenregelung in allen Punkten.